Blick ins Buch:
Kirchenbaukunst des 20. Jahrhunderts in Österreich
Architektur für Glaube, Gemeinschaft und Kontemplation
Studien zur internationalen Architektur- und Kunstgeschichte 192
Kirchen sind Orte vielfacher Faszination: Als Stein gewordene Zeugen des christlichen Glaubens bieten sie der feiernden Gemeinschaft einen Raum und ermöglichen die Erfahrung von Transzendenz. Auch wenn sich diese Funktionen über die Jahrhunderte hinweg weitgehend erhalten haben, verändert sich im 20. Jahrhundert das tradierte Aussehen von Kirchen grundlegend. In Österreich, das im Fokus vorliegender Studie liegt, schreibt kirchliches Bauen in dieser Zeit zudem ein bedeutendes Kapitel Architekturgeschichte mit weitreichender Einbeziehung der theologischen und gesellschaftlichen Debatten unserer jüngsten Vergangenheit. Denn obwohl das Ringen um eine neue Form für Kirche in der Moderne ein internationales Phänomen ist, stellt sich ausgehend von Leitthemen und dargelegt an Fallbeispielen heraus, dass der in der Forschung bislang kaum beachtete christliche Sakralbau in Österreich hier bisweilen eigene Wege einschlägt. Aus einer umfassenden kunsthistorischen Perspektive wird erstmals der Kirchenbau des 20. Jahrhunderts in Österreich in den Blick genommen. Ausgehend von Otto Wagners Kirche am Steinhof entwickelt die Autorin Leitthemen in der österreichischen Kirchenarchitektur, die sie an konkreten Fallbeispielen aufzeigt und erörtert.
[…] Mit dem neuen Band der Kunsthistorikerin Maximiliane Buchner liegt nun eine sehr lesenswerte, ja eine beispielhaft zu nennende Zusammenschau vor, die sowohl die vielfältigen Verbindungen in die Nachbarländer Deutschland und die Schweiz wie zu den dort tätigen Architekten aufzeigt und zugleich auch ins 21. Jahrhundert ausgreift. […] Die Kapitelüberschriften machen schon deutlich, dass der Überblick in mehreren Angängen erfolgt […] Der Autorin gelingt damit eine konzise Darstellung der Entwicklung des Kirchenbauschaffens Österreichs. […] Die 305 vielfach farbigen Abbildungen, darunter auch einige Grundrisse, seien eigens hervorgehoben; eine knappe, aber gut ausgewählte Literaturliste schließt den gelungenen Band ab.
Gottesdienst, 3/2023
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