Christoph Stiegemann ist Kunsthistoriker und war von 1990 bis 2020 Direktor des Erzbischöflichen Diözesanmuseums Paderborn. Er wurde am 12. Oktober 1954 in Paderborn geboren. Stiegemann studierte Kunst an der Kunstakademie Düsseldorf, sowie Kunstwissenschaft und Pädagogik an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster. Nach dem Studium promovierte er 1989 mit der Arbeit „Heinrich Gröninger (um 1578–1631). Ein Beitrag zur Skulptur im Fürstbistum Paderborn zwischen Spätgotik und Barock“.
Stiegemann wurde Wissenschaftlicher Mitarbeiter  des Erzbischöflichen Diözesanmuseums Paderborn, dessen Direktor er 1990 wurde. 1994 übernahm er außerdem die Leitung der Fachstelle Kunst im Erzbischöflichen Generalvikariat Paderborn sowie den Vorsitz der Kunstkommission. Seit 2001 ist er Honorarprofessor für Geschichte der christlichen Kunst am Erzbischöflichen Priesterseminar in Paderborn.
Unter seiner Leitung entstand 1991 bis 1993 die neue Konzeption und Gestaltung der Schausammlung. Unter Stiegemanns Leitung fand von 1988 bis 2019 die Maßnahme zur Inventarisation des beweglichen Kunstgutes im Erzbistum Paderborn statt mit der Erstellung einer Datenbank. Seit 2016 leitet er das Projekt „Konservierung und didaktische Erschließung des Welterbes Westwerk Corvey“.
Stiegemann realisierte bedeutende kunst- und kulturgeschichtliche Ausstellungen. 2020 endete seine Amtszeit als Museumsleiter mit der Ausstellung „Peter Paul Rubens und der Barock im Norden“.
Stiegemann ist Mitglied in verschiedenen Beiräten und Kommissionen. Er leitet die Kommission für kirchliche Kunst im Erzbistum Paderborn, ist unter anderem Vorstandsmitglied des Vereins für Christliche Kunst in der Kirchenprovinz Paderborn e. V. und Mitglied im Beirat der Görres-Gesellschaft.
2015 wurde er für sein jahrzehntelanges Engagement im kulturellen Bereich mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande ausgezeichnet.
Am 1. September 2020 zeichnete Papst Franziskus Christoph Stiegemann für die Förderung christlicher Kunst und sein Engagement für Bildung und Glaubensvermittlung mit dem Päpstlichen Silvesterorden aus.

Publikationen im Imhof Verlag:

  • Peter Paul Rubens und der Barock im Norden, 978-3-7319-0956-9 (2020)
  • Rüdiger Safranski, Christoph Brech, Barbara Klemm. Von Korrespondenzen und Zeitschichten, 978-3-7319-0936-1 (2019)
  • Wilhelm, Michael und Christoph Winkelmann. Gestaltendes Handwerk und freie Kunst als Lebensaufgabe (1927-2017) (mit H. Hillermann, H. Krohm, K. Wermert, M. Winkelmann), 978-3-7319-0665-0 (2019)
  • Gotik. Katalog zur Ausstellung im Erzbischöflichen Diözesanmuseum Paderborn, 978-3-7319-0734-3 (2018)
  • More Than Rome. Christoph Brech im Dialog mit der Sammlung des Diözesanmuseums Paderborn (mit C. Ruhmann), 978-3-7319-0644-5 (2017)
  • Wunder Roms. Im Blick des Nordens. Von der Antike bis zur Gegenwart. Katalog zur Ausstellung, 978-3-7319-0441-0 (2017)
  • Credo. Christianisierung Europas im Mittelalter Band III: Beiträge zur Ausstellung, 978-3-7319-0043-6 (2017)
  • Caritas. Nächstenliebe von den frühen Christen bis zur Gegenwart (mit M. Imhof), 978-3-7319-0283-6 (2015)
  • Diözesanmuseum Paderborn. Werke in Auswahl, 978-3-86568-955-9 (2014)
  • Credo – Christianisierung Europas im Mittelalter, 2 Bände (mit M. Kroker, W. Walter), 978-3-86568-827-9 (2013)

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